Erste Hilfe Maßnahmen

Die wichtigsten Erste-Hilfe-Maßnahmen

Kontaktieren Sie umgehend die Polizei unter 110 oder die Feuerwehr unter 112. Darüber hinaus ist es ratsam, die Rufnummer einer nahe gelegenen Giftnotrufzentrale in Ihrem Mobiltelefon abgespeichert zu haben.

Zuerst die 5 wichtigsten
Erste-Hilfe-Maßnahmen
bei einem Unfall

1.Bewusstlose Person

Ansprechen, an den Schultern rütteln. Erfolgt keine Reaktion: laut um Hilfe rufen! Kopf der Person überstrecken, Atmung überprüfen: Ist ein Luftstrom zu spüren? Hebt und senkt sich der Brustkorb? Falls keine Atmung: siehe unten.

2.Wiederbelebung

Handballen in der Mitte auf den Brustkorb legen, Ballen der anderen Hand darüber. Mit durchgestreckten Armen 100 bis 120 Mal pro Minute fünf bis sechs Zentimeter tief drücken. Nach jedem Druckstoß den Brustkorb vollständig entlasten. Falls Sie es beherrschen: nach je 30 Druckstößen zwei Atemspenden von Mund zu Mund oder Mund zu Nase geben, bis sich die Brust hebt. Wiederbelebung fortsetzen, bis Lebenszeichen feststellbar sind oder der Rettungsdienst eintrifft.

3.Rettungsgriff

Arme unter den Achseln durchschieben und einen Unterarm greifen. Verunglückten auf einen Oberschenkel ziehen und an einen sicheren Ort schleppen.

4.Stabile Seitenlage

Bei Bewusstlosen, die noch normal atmen:

Den Ihnen zugewandten Arm im rechten Winkel nach oben legen. Anderen Arm vor der Brust kreuzen, Handrücken an die Wange legen. Auf die Seite rollen Das abgewandte Bein hochziehen, den Bewusstlosen an diesem Bein greifen und auf die Seite zu sich her rollen. Endposition Kopf überstreckt, Mund leicht geöffnet, Bein im rechten Winkel zur Hüfte. Die Hand unter der Wange so ausgerichtet, dass der Kopf überstreckt bleibt und das Gesicht nach unten zeigt.

5.Schocklagerung

Bei Frieren, kalter Haut, Blässe, Verwirrtheit: Betroffenen beruhigen. Flach hinlegen, Beine hochlagern, zudecken, Atmung prüfen. Nicht bei Luftnot oder Engegefühl n der Brust!

 

 

 

Hier nun eine Übersicht über Erste-Hilfe-Maßnahmen bei bestimmten Notsituationen:

Allergischer Schock

  • Schauen Sie als erstes beim Betroffenen nach, ob er ein Allergie-Notfallset bei sich trägt (Adrenalin-Fertigspritze, Alkoholtupfer, Antihistaminika-Tabletten oder Kortisonsaft).
  • Setzen Sie das Notfallset entsprechend ein.
  • Ist kein Notfallset auffindbar, bleiben Sie auf jeden Fall bei dem Patienten, bis der Notarzt eintrifft.

Asthma

  • Bringen Sie den Betroffenen in eine aufrechte Position und helfen Sie bei der Inhalation des Notfallsprays.
  • Beruhigen Sie den Betroffenen und befreien Sie ihn gegebenenfalls von einengender Kleidung im Halsbereich.

Fremdkörper (Insekten, Staub, Ruß, Glas, Metallsplitter) im Auge

  • Reiben Sie niemals die Augen des Betroffenen.
  • Augen sanft verbinden.
  • Gelangen beispielsweise Staubkörner, Verschmutzungen oder Säure in das Auge, können Sie dieses sanft mit Wasser ausspülen.
  • Beruhigen Sie den Betroffenen.

Fremdkörper in der Luftröhre

  • Betroffene sollen aufrecht stehen und den Oberkörper nach vorne beugen.
  • Durch einen Schlag mit der flachen Hand zwischen die Schultern, versuchen Sie den Fremdkörper zu lösen.
  • Bei Atemstillstand muss der Betroffene eine Atemspende (zum Beispiel Mund-zu-Nase-Beatmung) erhalten.

Fremdkörper (Holz, Glas, Metallsplitter) in Wunden

  • Weit aus der Wunde herausragende Fremdkörper sollten Sie so verbinden und umpolstern, dass keine weiteren Verletzungen entstehen können.
  • Stecken die Fremdkörper in der Wunde, muss auf einen Arzt gewartet werden.

Knochenbrüche

  • Bruchstelle nicht bewegen.
  • Versorgen Sie offene Brüche mit einer Wundauflage.
  • Polstern Sie das betroffene Glied weich.

Stromschläge

  • Berühren Sie den Betroffenen niemals direkt, weil Sie sonst selber einen Stromschlag oder eine Muskelverkrampfung erleiden können.
  • Unterbrechen Sie die Stromquelle durch Abziehen des Elektrosteckers oder Entfernen der Sicherungen.
  • Alternativ: Lösen Sie den Betroffenen mithilfe von trockenen Gegenständen, die Strom schlecht leiten (zum Beispiel Holz, Kunststoff, Stoff oder Leder), von der Stromquelle.
  • Bringen Sie den Betroffenen anschließend in die stabile Seitenlage.
  • Danach versorgen Sie – je nach Zustand – die Brandwunden oder leiten die Herz-Lungen-Wiederbelebung ein.

Verbrennungen und Verbrühungen

Brennen die Kleider, sollten Sie die Person …

  • … am Weglaufen hindern,
  • … mit einer Lösch- oder Wolldecke bis zum Hals einwickeln,
  • … auf den Boden legen und mit den Händen an der Decke in Richtung der Füße entlang streichen, um die Flammen zu ersticken.

Generell gilt:

  • Versuchen Sie, zuerst die Flammen zu löschen bevor Sie Hilfe holen.
  • Betroffene Stellen so schnell wie möglich mit Wasser kühlen.
  • Kleidung vorsichtig entfernen, ohne Wunden aufzureißen.
  • Wunden mit keimfreien Brandverbänden bedecken.
  • Entfernen Sie heiße und brennende Stoffe, die unmittelbar auf die Haut gelangt sind, nicht selbst, da die Haut dabei weiter verletzt werden kann.

Vergiftungen

  • Kein Salzwasser und keine Milch geben.
  • Kein Erbrechen auslösen.
  • Geben Sie dem Betroffenen einige Schlucke Wasser zu trinken.
  • Spülen Sie nach Hautkontakt die eigenen Hände mit Wasser.
  • Sorgen Sie nach dem Einatmen giftiger Gase für Frischluftzufuhr.

 

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