Reisen mit Kindern

Die Reiseapotheke für Familien

Eine gut ausgestattete Reiseapotheke ist bei Reisen mit Kindern von großer Bedeutung. Kleinere Verletzungen, Durchfall oder Fieber sind gerade bei Kindern häufiger. Nicht immer ist ein Arzt sofort erreichbar. Ihre Reiseapotheke sollte deshalb wenigstens für eine Erstbehandlung Ihres Kindes ausgestattet sein. Bei Reisen in südliche Länder sollten Sie – wenn eine kühle Lagerung der Medikamente nicht sichergestellt ist – keine Zäpfchen mitnehmen, da diese bei Hitze leicht aufweichen und dann kaum anzuwenden sind. Wählen Sie Säfte oder Tropfen. Die Wirkstoffe mancher Medikamente können bei extremer Hitze (über 40°C) beeinträchtigt werden. Achten Sie darauf, dass Ihr Gepäckstück mit der Reiseapotheke nicht extremer Hitze ausgesetzt ist.

Nehmen sie bei wichtigen Dauermedikamenten für Ihr Kind eine ausreichende Bevorratung mit, etwa 1/3 mehr als die für den Zeitraum übliche Menge. Transportieren Sie wichtige Notfall und Dauermedikamente grundsätzlich zur Hälfte im Handgepäck, falls Ihr Koffer verloren gehen sollte. Ihr Arzt wird Ihnen auch sagen können, wo Sie bei Verlust notwendiger Dauermedikamente für Ihre Kinder im Notfall Ersatzpräparate bekommen, bzw. ob und ggf. unter welchem Handelsnamen gleiche Medikamente im Reiseland im Handel sind.

Sorgen Sie dafür, dass bei mitreisenden Kindern die Reiseapotheke während der Reise und am Reisezielort kindersicher aufbewahrt wird.

Arzneimittel:

  • Salzwasser-Nasenspray und abschwellendes Nasenspray für Kinder (auch bei Ohrenschmerzen im Flugzeug!)
  • Lutschtabletten gegen Halsschmerzen
  • eventuell Ohrentropfen
  • Hustensaft oder Hustenteemischung für Kinder
  • Glyzerinzäpfchen bei Verstopfung
  • Propolis-Tinktur: hilft gegen Erkältung, Entzündungen, Bauchweh, Herpes
  • Medikamente gegen Reiseübelkeit, wenn jemand dazu neigt
  • Elektrolytlösung
  • Durchfalltabletten oder Aktivkohle
  • digitales Fieberthermometer (wenn die Kinder noch rektal gemessen werden, nehmt für euch selbst ein eigenes Thermometer mit!)
  • Fieberzäpfchen oder -saft für Kinder, mit zwei verschiedenen Wirkstoffen (Saft ist in warmen Ländern besser geeignet als Zäpfchen, die bei über 30 °C zu schmelzen beginnen)
  • bei längeren Reisen oder Reisen in Ländern mit schlechter Ärzteversorgung: Breitband-Antibiotikum, vom Kinderarzt verschrieben
  • Schmerztabletten für Erwachsene

Hautschutzmittel:

  • Kindersonnencreme mit hohem UV-Schutzfaktor (mindestens 30, besser 50)
  • Salbe oder Spray gegen Sonnenbrand, eventuell mit Panthenol
  • Antihistaminikum-Salbe, Mückenstichheiler (Click-Gerät) und Zeckenpinzette oder Zeckenkarte: bei Insektenstichen und Zeckenbissen
  • Insektenschutzpräparat mit DEET oder Icaridin zur Vorbeugung
  • bei Reisen in tropische Länder eventuell Moskitonetz

 Gegen Verletzungen:

  • Mull- und selbsthaftende Elastikbinden, sterile Kompressen, Einmalhandschuhe
  • Desinfektionsspray (Octenisept wird von Kindern gut vertragen)
  • Pinzette und Nagelschere, eventuell Alkoholtupfer
  • Pflaster – normale, wasserfeste und bunte Tröster (wird viel gelaufen, auch Blasenpflaster)
  • Wund- und Heilsalbe bei kleineren Verletzungen und wunden Stellen
  • wenn gewandert wird: Schmerz-Salbe bei Verstauchungen (Wirkstoff ist meist Diclofenac)
  • pflanzliche und eventuell antibiotische Augentropfen gegen sonnen- und windgereizte Augen und Bindehautentzündung

Bei (kleineren) Notfällen:

  • Kohletabletten: gegen Vergiftungen
  • Cortison-Zäpfchen: bei allergischen Schocks nach Insektenstich oder Pseudokrupp-Anfällen (verschreibungspflichtig)
  • Rescue-Tropfen aus Bachblüten (viele Kinder sprechen sehr gut darauf an!)
  • wer anfällig ist: Herpes-Pflaster

 

 

 

 

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