Warnung vor längerer Anwendung von Nasensprays

So hilfreich Nasensprays und Nasentropfen auch sind-
bei regelmäßiger Anwendung haben sie unangenehme Nebenwirkungen.

Bei Schnupfen sind abschwellende Nasensprays ein Segen. Doch bei zu langer Anwendung können sie zu Abhängigkeit führen und womöglich die Nasenschleimhäute schädigen

Die Folgen bei einer Überdosierung

Nasensprays sollten nicht länger als eine Woche am Stück angewendet werden. Die meist rezeptfreien Mittel helfen zwar kurzfristig gegen Schnupfen. Sie schädigen aber die Nasenschleimhaut, wenn sie übermäßig verwendet werden. Schlimmstenfalls kann das Gewebe sogar absterben.

Bei längerer Anwendung gewöhnen sich die Schleimhäute an die regelmäßige Dosis. Als Folge kommt es zu einem Rebound-Phänomen. Sobald die Wirkung des Nasensprays nachlässt, schwellen die Schleimhäute übermäßig an. Das verleitet dazu, das Spray erneut zu benutzen. Anstatt die Nase zu befreien, führt der dauerhafte Gebrauch so zu einem chronischen Schnupfen. In dieser Situation kommt es zu einem Teufelskreis: Das Nasenspray lindert die Schnupfen-Symptome zwar kurzfristig, erhält sie aber gleichzeitig aufrecht. In schweren Fällen kommt es zu Erstickungsängsten und Stimmungsschwankungen, sobald die Betroffenen das Medikament absetzen.

Die dauergereizten Nasenschleimhäute können allmählich austrocknen. Die Nase kann somit ihre Abwehrfunktion nicht mehr erfüllen. Das erhöht das Risiko von Keimbefall.  Außerdem können sich in den Nasenhöhlen Borken bilden und die Nase blutet sehr leicht.

Welche Wirkstoffe gefährlich werden können

Sprays mit Wirkstoffen wie Xylometazolin, Oxymetazolin oder Tramazolin - sie sorgen dafür, dass sich die Blutgefäße in der Nasenschleimhaut zusammenziehen. Passiert das zu oft, gewöhnt sich die Schleimhaut außerdem daran. Dann fällt es unter Umständen schwer, auf das Medikament zu verzichten.

Alternative zur Nasenspray und Nasentropfen  

Bei akuter Infektion – etwa bei einem Schnupfen– reagiert der Körper mit einer erhöhten Produktion des Sekrets. Die Nasenschleimhäute schwellen dann an, die Nase ist verstopft. In solchen Situationen gibt es mehrere Möglichkeiten, um die Schleimhäute zum Abschwellen zu bringen und wieder frei zu atmen. Dazu gehören neben Nasenspülungen mit Kochsalzlösung auch Nasensprays und –tropfen mit Meerwasserlösungen.


 

 

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